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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Planstände gemeinsam prüfen, freigeben und sicher verteilen

Facility Management: CAD » Leistungen » Gemeinsame Datenumgebung

Verlässliche Planstände für Projekte und Gebäudebetrieb schaffen

Eine gemeinsame Datenumgebung ist kein gewöhnlicher Projektordner. Sie steuert, wie CAD-Zeichnungen, Modelle und Begleitdokumente erstellt, geprüft, geteilt, freigegeben und archiviert werden. Planer, Auftragnehmer, Facility Management und Betreiber arbeiten dadurch nicht mit unkontrollierten Dateikopien, sondern mit nachvollziehbaren Informationsständen. Das reduziert Fehlentscheidungen, verhindert die Nutzung veralteter Pläne und schafft einen belastbaren Nachweis über Bearbeitung und Freigabe.

Planfreigaben digital und sicher koordinieren

Bearbeitung, Koordination und Freigabe unterscheiden

Jeder Informationsstand benötigt einen eindeutigen Status. Arbeitsdateien bleiben zunächst im Verantwortungsbereich des Erstellers. Erst nach interner Prüfung werden sie für Koordination oder fachliche Abstimmung bereitgestellt. Für Bau, Beschaffung oder Betrieb dürfen ausschließlich ausdrücklich freigegebene Stände verwendet werden. Ersetzte Versionen werden archiviert und gegen versehentliche Weiternutzung geschützt. Statuswechsel erfolgen nach definierten Kriterien und nicht allein durch Verschieben einer Datei in einen anderen Ordner.

Dateien durch Regeln eindeutig identifizieren

Dateinamen, Planart, Gebäude, Geschoss, Fachdisziplin, Status, Revision und Ersteller müssen nach einheitlichen Regeln geführt werden. Die Informationen sollten möglichst als strukturierte Metadaten vorliegen und nicht ausschließlich im Dateinamen verborgen sein. Eine neue Revision darf einen früheren Stand nicht unkontrolliert überschreiben. Auch externe Referenzen, Schriftarten und verknüpfte Dateien sind einzubeziehen. Die ISO 19650-4 beschreibt detaillierte Prozesse und Kriterien für qualitätsgesicherte Informationsübergaben innerhalb der ISO-19650-Systematik.

Informationsstatus

Zulässige Nutzung

Erforderliche Prüfung

Zugriffsregel

In Bearbeitung

Erstellung im Fachteam

Interne Bearbeiterkontrolle

Nur zuständiges Team

Zur Koordination

Fachübergreifende Abstimmung

Formale und fachliche Vorprüfung

Projektbeteiligte

Zur Freigabe

Entscheidungsvorlage

Dokumentierte Prüfschritte

Prüfer und Freigebende

Freigegeben

Bau, Betrieb oder Dokumentation

Vollständige Freigabe

Berechtigte Nutzer

Archiviert

Nachweis und Historie

Unveränderbarkeit

Lesender, begrenzter Zugriff

Verantwortlichkeiten und Zugriffe verbindlich vergeben

Ersteller, Koordinatoren, Prüfer, Freigabeverantwortliche und Informationsmanager benötigen klar abgegrenzte Rechte. Nicht jede Person, die einen Plan lesen darf, muss ihn auch verändern oder freigeben können. Externe Projektpartner erhalten zeitlich und projektbezogen begrenzte Zugriffe. Besonders schutzbedürftige Gebäude-, Sicherheits- und Infrastrukturdaten sind gesondert zu behandeln. Die ISO 19650-5 formuliert Grundsätze für einen sicherheitsorientierten Umgang mit sensiblen Informationen in digitalen Gebäude- und Assetprozessen.

Kommentare und Mängel am Planstand nachverfolgen

Prüfhinweise müssen eindeutig mit Datei, Revision, Planbereich und verantwortlicher Person verbunden sein. Unstrukturierte E-Mail-Kommentare oder handschriftliche Listen erschweren die Nachverfolgung. Ein geregelter Prüfworkflow zeigt, welche Punkte offen, beantwortet, zurückgewiesen oder erledigt sind. Änderungen nach einer Freigabe benötigen eine neue Revision und gegebenenfalls eine erneute Prüfung. Automatische Kontrollen können Dateinamen, Metadaten, Layer, Referenzen und Lieferumfang prüfen; die fachliche Richtigkeit bleibt Aufgabe qualifizierter Personen.

Projektdaten kontrolliert in den Bestand überführen

Am Projektende werden ausschließlich freigegebene und abnahmefähige Informationen an DMS, CAFM, CAD-Archiv oder Asset-Informationssystem übergeben. Projektinterne Arbeitsstände und nicht mehr benötigte Dubletten bleiben vom Betriebsbestand getrennt. Eine Übergabematrix benennt Dateien, Formate, Versionen, Rechte und Prüfstatus. Auch im laufenden Gebäudebetrieb kann die gemeinsame Datenumgebung für Umbauten und Instandhaltungsprojekte genutzt werden. Dadurch bleibt die Informationskette vom ersten Entwurf bis zur späteren Bestandsänderung geschlossen.